17.11.25 –
Oberbürgermeister Kiechle hat angekündigt, die geänderte Verkehrsführung an der Lenzfrieder Straße im Bereich der Kreuzung Schumacherring wieder zurückzunehmen. Am Dienstag hat der Stadtbauhof diese Ankündigung bereits umgesetzt und den Knotenpunkt in den vorherigen Zustand zurückgebaut. Begründet wird der Schritt mit den in den vergangenen Tagen entstandenen Rückstaus. Diese Entscheidung ist aus unserer Sicht ein Schnellschuss und ignoriert die eigentliche vorherrschende verkehrliche Situation.
„Dass es in Lenzfried derzeit zu Staus kommt, überrascht niemanden – schließlich läuft der Umleitungsverkehr der gesperrten B12 genau hier durch“, erklärt Thomas Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen Fraktion. „Aus dieser Ausnahmesituation jetzt den Schluss zu ziehen, die Maßnahme für den Radverkehr sei gescheitert, ist fachlich nicht haltbar.“
Der aktuelle Rückstau ist in erster Linie auf die Sondersituation durch die Sperrung der B12 zurückzuführen. Der Umleitungsverkehr über Lenzfried hat die Verkehrsbelastung dort in den letzten Wochen massiv erhöht – eine Ausnahmesituation, die keine belastbare Grundlage für die Beurteilung einer neuen Verkehrsführung bietet.
Eine temporäre Lösung für die Dauer der B12-Sperrung, um den Autoverkehr vorübergehend besser abzuwickeln, hätte unsere Zustimmung gefunden. Ein vorschneller vollständiger Rückbau der Radverkehrsmaßnahme hingegen ist das falsche Signal.
„Wer in Kempten ernsthaft die Verkehrswende will, darf nicht beim ersten Rückstau zurückrudern“, so Julius Bernhardt, Mitglied im Ausschuss für Mobilität und Verkehr. „Gerade jetzt wäre es wichtig, mit Augenmaß zu reagieren – nicht mit Schnellschüssen.“
Die Kreuzung Lenzfrieder Straße / Schumacherring ist ein zentraler Knotenpunkt für den Radverkehr.
„Gerade in Lenzfried fehlt bisher ein sicheres Radverkehrsangebot stadtauswärts“, betont Angela Isop, Kreissprecherin. „Der geplante Radstreifen wäre ein wichtiger Anfang für einen zusammenhängenden Radweg in Lenzfried gewesen, wie auch im Mobilitätskonzept vorgesehen – etwas, das der Stadtteil seit Jahren dringend braucht. Jeder zusätzliche Meter, der Radfahrenden dort mehr Raum und Schutz gibt, ist ein Fortschritt.“
Statt einer vorschnellen Rückkehr zum alten Zustand wäre es sinnvoll gewesen, die Maßnahme zunächst über einen längeren Zeitraum zu beobachten und gegebenenfalls mit temporären Anpassungen – etwa einer geänderten Ampelschaltung– zu begleiten. Nur auf Grundlage von belastbaren Verkehrsdaten lässt sich eine fachlich fundierte Entscheidung treffen.
„Verkehrsplanung braucht Geduld, Daten und Mut zu neuen Lösungen – nicht hektische Rückbauten nach wenigen Tagen“, so Julius Bernhardt abschließend.
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