Regenerative Energiequellen in Kempten können in erster Linie Solaranlagen sein. Unbedingten Vorrang haben bereits versiegelte Flächen, beispielsweise Parkierungsanlagen oder geeignete Dachflächen. Hierfür müssen entsprechende Rahmenbedingungen in Bebauungsplänen oder Quartierssatzungen geschaffen werden. Innenstädtische Ausschlussgebiete für PV-Anlagen aufgrund von Stadtbildsatzungen sind zeitgemäß zu überarbeiten.
Sofern bestehende Dachflächen nicht ausreichend zur Verfügung gestellt werden können, sollen Freiflächen-Solaranlagen im Einklang mit Naturschutz und in Absprache mit den Naturschutzverbänden erfolgen. Als Leitfaden und bezogen auf die Leistung darf der PV-Ausbau auf Freiflächen jenen auf Dachflächen und versiegelten Flächen nicht überschreiten. Die Sicherung der Nahrungsproduktion hat Priorität. Landwirtschaftlich hochwertige Flächen mit besonders hoher Bodenqualität sind zu erhalten. Freiflächen-Solaranlagen kommen hier nur nach sorgfältiger Abwägung, beispielsweise im Rahmen einer Mehrfachnutzung in Betracht.
Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es aufgrund der geografischen Lage keine geeigneten Flächen für Windkraftanlagen in Kempten.
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Ein Krisenaktionsplan für spürbare Entlastung und langfristige Resilienz. Von Katharina Dröge und Franziska Brantner.