
29.02.24 –
Antrag von Stadtrat Wolfgang Meyer-Müller
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kiechle,
die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans findet in einigen Abschnitten noch keinen zufriedenstellenden und zukunftsweisenden Konsens über die Fraktionen hinweg. Der geplante Bereich bei Hirschdorf/Hinterbach ist aus Sicht der Fraktion „Bündnis 90 / Die Grünen“ zu flächenintensiv.
Das Wohngebiet in Hinterbach in seiner jetzigen Form wurde bereits in den letzten 30 Jahren sehr komprimiert erweitert. Die verbliebene Peripherie zeichnet sich durch einen großen Grünflächenanteil aus und erhält (noch) weitläufig seine Weilerstruktur – Rappenscheuchen, Weidach, Dorns. Dadurch ist dieser Teil des nördlichen Stadtrandes ein optimales Naherholungsgebiet, das dem gesamten Stadtgebiet mit all seinen Einwohnerinnen und Einwohnern, vielen weiteren Menschen sowie der Tier- und Pflanzenwelt zugute kommt. Durch eine überbordende Ausweitung durch Neubebauung fiele diese unwiederbringliche Funktion zunehmend weg. Eine Verdichtung anderer, bereits ausgewiesener Flächen wäre demzufolge zielführender, synergetischer und vor allem zukunftsorientierter. Die nun vorgesehene Fläche westlich der Altusrieder Straße sollte aus diesen Gründen deutlich – um etwa zwei Drittel – verringert werden und lediglich die Ortsabrundung optisch harmonisieren. Östlich der Altusrieder Straße sollte der Status quo beibehalten werden. Die aktuelle Wohnbebauung würde von der geplanten Flächenausweitung regelrecht erdrückt werden, die dörflichen Randstrukturen zerstört werden. Die Zukunft der Wohnbebauung innerhalb unserer Stadtgrenzen sollte darüber hinaus im günstigeren Geschosswohnungsbau liegen, welcher weniger flächenintensiv, dafür aber deutlich nachhaltiger ist. In diesem Zusammenhang wäre auch eine gute bis sehr gute Anbindung an den ÖPNV notwendig bzw. eine angemessene Erreichbarkeit zu Fuß zum Innenstadtbereich. Beides ist in Hinterbach/Hirschdorf nicht gegeben. Ein abschließender Aspekt wäre die überdeutliche Zunahme an Einwohnerinnen und Einwohnern, was bereits jetzt im Vorfeld den anstehenden Neubau von Schule und Kindergarten in Heiligkreuz konterkarieren würde.
Daher beantragen wir,
den ersten Entwurf des FNP dahingehend zu ändern, dass die geplanten Flächen in Hinterbach/Hirschdorf
Mit dieser Änderung zeigen wir uns heute zukunftsoffen, flexibel und verantwortungsvoll. Das Kemptener Stadtgebiet bleibt somit ein besonderes Juwel mit geschichtsträchtigem Kern und ländlichen Randstrukturen. Wir bitten um Beratung und Abstimmung über diesen Antrag.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Meyer-Müller
im Namen der gesamten Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
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