
08.05.25 –
Kempten/Oberallgäu/Ostallgäu – Die Kreis- und Stadtratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen aus Kempten, dem Oberallgäu und dem Ostallgäu fordern mehr Einsatz für die Gründung eines gemeinsamen Verkehrsverbundes und einen verbesserten ÖPNV für die gesamte Region. Bei einem regionalen Vernetzungstreffen vergangener Woche haben sich die Vertreter:innen der Kreisverbände dazu klar positioniert.
„Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn wir den öffentlichen Nahverkehr attraktiver und benutzerfreundlicher gestalten“, erklärt Thomas Hartmann, Sprecher der Grünen Stadtratsfraktion in Kempten. „Ein gemeinsamer Verkehrsverbund ist dafür ein entscheidender Baustein, und wir müssen zügig handeln, um die Fördermittel zu erhalten.“
Derzeit ist die Situation für PendlerInnen und Reisende in der Region unbefriedigend: Unterschiedliche Tarifsysteme, fehlende Abstimmung bei Fahrplänen und komplizierte Übergänge zwischen den Verkehrsgebieten erschweren die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Ein einheitlicher Verkehrsverbund geht diese Probleme an und bringt zahlreiche Vorteile mit sich.
„Von einer besseren Abstimmung von Bus und Bahn – sowohl bei den Fahrplänen als auch beim Tarifsystem – profitiert die gesamte Region“, erläutert Günter Räder, Kreistagsfraktionsvorsitzender im Ostallgäu. „Damit stärken wir gemeinsam über die Gebietskörperschaften hinweg den ländlichen Raum.“
„Ein gut ausgebauter, bezahlbarer und einfach zu nutzender ÖPNV ist gerade im ländlichen Raum essenziell für klimafreundliche Mobilität und gleichwertige Lebensverhältnisse“, bestärkt Christina Mader, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Oberallgäu die gemeinsame Haltung. „Die Region darf verkehrstechnisch nicht weiter abgehängt werden, sondern muss mit einer gemeinsamen Stimme als Verbund stärker auftreten.“
Die Grünen fordern von den Landrät:innen und Oberbürgermeistern der beteiligten Gebietskörperschaften mehr Engagement, um die zügige Gründung eines gemeinsamen Verkehrsverbundes und die Verbesserung des ÖPNVs auf den Weg zu bringen.
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