Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November

26.11.22 –

Anlässlich des Gedenk- und Aktionstags zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen am 25.11. wurde in Kempten eine rote Bank aufgestellt.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen stellt die häufigste Menschenrechtsverletzung weltweit dar (UNICEF). Auch in Deutschland ist Gewalt gegen Frauen kein Randproblem. Jede dritte Frau (35%) in Deutschland hat in ihrem Leben schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt; jede fünfte (22%) war von körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch einen Partner betroffen (Quelle: Bundesfamilienministerium).
Der 25. November ist ein jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Seit zwanzig Jahren wird weltweit an diesem Tag die Wahrung der Menschenrechte und Grundfreiheiten für Frauen gefordert und ein besserer Schutz vor jeglicher Art von Gewalt angemahnt.
Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25.November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.
Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.
Bundesweit findet jedes Jahr an diesem Tag die von Terre des Femmes initiierte Fahnenaktion „Frei leben ohne Gewalt“ statt. Sie wird inzwischen von mehr als 850 Städten und Gemeinden in Deutschland aufgegriffen und mitgetragen. So auch in Kempten.

In der italienischen Stadt Perugia wurde 2016 zum ersten Mal die Rote Bank als Symbol für Gewalt gegen Frauen öffentlich aufgestellt, um mit ihrer aufrüttelnden Botschaft Vorübergehende zum Nachdenken anzuregen.
Initiatorin der Kemptener Roten Bank ist Stadträtin Gerti Epple. Mit handwerklicher Unterstützung von Annette Feiersinger vom Kempodium hat sie die Rote Bank gebaut und gestiftet, in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Monica Ostermeier gestalterisch umgesetzt.
Die Farbe Rot symbolisiert Blut und Leben. Die Kleidungsstücke versinnbildlichen die leere Hülle: Die Verletzungen betreffen ihr Inneres - der Schein nach außen bleibt (oft) gewahrt. Die Bank selbst ist mahnendes Zeichen für die Plätze, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher und sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen.
Die „Rote Bank“ wurde Anfang Oktober öffentlich in Kempten eingeführt. Nun wird sie im Stadtgebiet wandern und Platz in der Mitte des gesellschaftlichen Lebens nehmen. An jeder neuen Station wird eine andere Frau Platz nehmen, bzw. deren Kleidungsstücke. Die Schauplätze für Gewalt an Frauen sind vielfältig, Gewalt kann jede Frau betreffen, unabhängig von Alter, Bildungsstand, sozialem Umfeld, etc. Weitere Informationen: www.kempten.de/gegen-Gewalt

Terminvorschau

Mitgliederversammlung mit Delegiertenwahlen

Wir wählen Delegierte zur Bezirks-, Landes- und Bundesdelegiertenversammlung sowie zum kleinen Parteitag. Dort werden die Weichen der grünen Politik gestellt. Deshalb ist [...]

Mehr

Lisa Badum, MdB, zum Thema "Paris - Dubai - Berlin: Klimapolitik global denken"

Lisa Badum, MdB, kommt ins Allgäu. Sie ist Obfrau im Ausschuss für Klimaschutz und Energie, Vorsitzende Unterausschuss für internationale Klima- und Energiepolitik [...]

Mehr

GRUENE.DE News

<![CDATA[Neues]]>

  • So viel grüner Strom wie noch nie

    Schon wieder ein neuer Rekord! Im ersten Halbjahr 2024 deckten erneuerbare Energien knapp 60 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Das [...]

  • Erster Gleichwertigkeitsbericht

    Gleichwertige Lebensverhältnisse sind als Ziel im Grundgesetz verankert. Heute hat das Bundeskabinett den ersten Gleichwertigkeitsbericht [...]

  • Neues Staatsangehörigkeitsrecht

    Das neue Staatsangehörigkeitsrecht ist in Kraft! Menschen, die hier arbeiten und gut integriert sind, können nun schon seit fünf statt acht [...]