13.10.20 –
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kiechle,
Kempten ist mit Recht stolz auf seine lebendigen Partnerstadtbeziehungen. Alle fünf Partnerstädte wurden mit Augenmaß ausgewählt, alle sind Teil der Europäischen Union. In unserer Zeit bekommen Städte und ihre Bündnisse bei der Stärkung von Europa und des europäischen Gedankens eine immer größere Rolle. Symbolische Orte und Zeichen im öffentlichen Raum stärken das damit verbundene Narrativ. In Kempten existiert eine Vielzahl von sichtbaren Zeichen für die Partnerstädte, siehe www.partnerstadt_kempten.eu/in-kempten. Einige sind jedoch entweder in die Jahre gekommen oder werden von der Bevölkerung als nicht mehr zeitgemäß wahrgenommen. Deswegen beantragen wir eine Bestandsaufnahme und die Einleitung der notwendigen Schritte zu ihrer Sanierung bzw. Neugestaltung. In diesen Prozess soll neben der Verwaltung der Freundschaftskreis für Partnerstädte Kempten intensiv eingebunden werden.
Konkret geht es um vier Themen:
1. Im Herbst 2002 gestaltete die Stadt Kempten die ehemalige „Pferdekoppel“ auf dem Rathausplatz neu. Aus Steinen aus der Gegend der Partnerstädte wurden Steinquader aufgestellt und durch zwei Meter lange Steinplatten ergänzt. Die letzteren entfernte der Bauhof noch im November des gleichen Jahres, weil die Bürger*innen sich über den Friedhofcharakter des Kunstwerks aufgeregt haben. Der damalige Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer versprach bei der Entfernung, über weitere „Nachbesserungen“ nachzudenken. Die Steine werden bei schönem Wetter von den Passanten als Sitzgelegenheit gerne wahrgenommen, aber die wenigsten wissen, dass diese etwas mit den Partnerstädten zu tun haben. Die eingravierten Namen der Städte entdeckt man nur, wenn man genau hinschaut. Auch die Zeit hat an den Steinen genagt und ihre Spuren hinterlassen. Letztes Jahr versuchten die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, Petra Le Meledo-Heinzelmann und der damalige Beauftragte des Stadtrates Stephan Prause, Abhilfe zu schaffen, indem sie die Steine sauber machten. Das alleine reicht leider nicht. Es ist Zeit, das Versprechen von unserem Altoberbürgermeister einzulösen. Ideen gab es bereits damals. Eine war beispielsweise der Vorschlag von Ottokar Schmitt, die Wappen der Städte gießen und auf den Steinen befestigen zu lassen. Im Sommer startete Bastian Franitza eine sehenswerte Beleuchtungs- und Fotoaktion (https://www.partnerstadt-kempten.eu/stadtbilder). Von Gaby Heilinger stammt der Vorschlag, einen Wegweiser aufzustellen, auf dem Schilder in die Richtung der Partnerstädte und des Partnerschaftsplatzes zeigen. In der letzten Sitzung des Kulturausschusses formulierten Sie, Herr Oberbürgermeister, den Wunsch, mehr Kunst im öffentlichen Raum in Kempten zu installieren. In diesem Prozess könnte man die Steine als Sockel für Kunstwerke nutzen, die eventuell auf Wahrzeichen, besondere historische Ereignisse oder berühmte Persönlichkeiten aus den fünf Städten hinweisen. Als Minimallösung könnte man zunächst auf dem Platz eine Informationstafel über die Partnerstädte aufstellen. Eine andere Anordnung der Steine wäre auch eine Möglichkeit. Es besteht auch die Option, den Platz als Treffpunkt völlig neu zu gestalten. Es wäre schön, wenn unsere Gäste nach dem Empfang in der Schrannenhalle direkt neben dem Rathaus einen einladenden Ort vorfinden würden, der sie daran erinnert, wie wichtig für Kempten seine Partnerstädte sind, und wo sie gleich mit Kemptener Bürger*innen, aber auch mit Touristen ins Gespräch kämen, weil sie sich dort auch gerne aufhalten und fotografieren lassen. Wir wollen mit unserem Antrag eine offene Diskussion anregen und die Verwaltung damit beauftragen, mit dem Freundschaftskreis Partnerstädte, mit örtlichen Künstler*innen und mit interessierten Bürger*innen zusammen die Möglichkeiten einer Neugestaltung auszuloten.
2. Neben dem Hofgarten stehen fünf Bäume aus unseren Partnerstädten, die an die Gründung der Städtepartnerschaften erinnern. Die Grünfläche rundherum wirkt leider eher ungepflegt. Die Verwaltung hat für die Gestaltung dieses Partnerschaftsplatzes einen Entwurf entwickelt, der 2018 bei der Haushaltsrundfahrt den damaligen Stadträt*innen vorgestellt wurde. Wir stellen den Antrag, dass der Platz auf der Grundlage dieser Pläne in Absprache mit dem Freundschaftskreis und unter Einbeziehung unserer Partnerstädte verschönert wird. Die Gestaltung des Platzes 1999 vor der 50. Allgäuer Festwoche als „Blühendes Europa“ könnte als Vorbild dienen.
3. Es ist ausgezeichnet, dass in Kempten nach jeder Partnerstadt eine Straße benannt wurde: BadDürkheimer-Weg auf dem Bühl, Quiberonstraße in St. Mang, Trienter Straße, Sopronstraße und Sligostraße auf der Ludwigshöhe. Wir würden es gut finden, wenn die Straßenschilder einheitlich mit Informationen versehen und die verrosteten erneuert werden.
4. In unserem Stadtbild wird, wie auf der bereits genannten Internetseite zusammengefasst, auch an einigen anderen Orten auf unsere Partnerstädte hingewiesen. Im Calgeer-Park ist so ein Ort mit dem Wappen von Sopron leider abgebaut worden. Statt die Kritik wegen der wieder mal grabähnlichen Gestaltung als Anlass für eine geringfügige Umgestaltung zu nehmen, ist dieses Freundschaftszeichen einfach verschwunden. Wir möchten die Stadtgärtnerei ermutigen, solche Orte weiterhin kreativ zu gestalten.
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