BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Kempten & nördliches Oberallgäu

Pressemitteilung

Klimaanlage kann grün: Split-Geräte entlasten fossile Heizungen und sparen CO2

20.07.26 – von Sebastian Riedel –

Wie sich Komfort, Gesundheit und Klimaschutz beim Kühlen verbinden lassen, war Thema einer gut besuchten Veranstaltung des Ortsverbands Durach von Bündnis 90/Die Grünen in der Villa K. Referent war Sebastian Riedel, Vorstandsmitglied des Kreisverbands Kempten und nördliches Oberallgäu und Experte für erneuerbare Energien.

Anlass sind aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts: Über 5.000 hitzebedingte Sterbefälle schätzt das RKI allein für diesen Sommer – und der Sommer ist noch nicht vorbei, es kann durchaus noch einmal richtig heiß werden. Mindestens ebenso groß wie der Nutzen beim Kühlen ist allerdings der beim Heizen, denn eine moderne Split-Klimaanlage ist technisch eine Luft-Luft-Wärmepumpe. „Wer im Altbau nur ein Viertel des Raumwärmebedarfs über ein effizientes Split-Gerät statt über den Ölkessel deckt, spart rund 1,5 Tonnen CO₂ und etwa 430 Euro – jedes Jahr, mit einem einzigen Gerät", rechnete Riedel vor. Der Grund liegt im Wirkungsgrad: Aus einer Kilowattstunde Strom werden vier bis fünf Kilowattstunden Wärme.

„Eine Kilowattstunde Nutzwärme kostet aus dem Ölkessel rund 15 Cent, aus einem guten Split-Gerät nur sechs bis acht", so Riedel. „Das Gerät, das im Sommer für erträgliche Nächte sorgt, senkt im Winter die Heizkosten. Dieser doppelte Nutzen macht die Split-Klima grün." Mit einer Multisplit-Anlage und einer Brauchwasser-Wärmepumpe lässt sich eine fossile Heizung sogar vollständig ersetzen – mit zusätzlicher KfW Förderung. Wichtig seien zudem Effizienz und Kältemittel: Propan (R290) hat ein Treibhauspotenzial von nur 3 gegenüber teils über 2.000 bei älteren Kältemitteln.

Ein besonderer Dank gilt Christof Dietrich von der Firma Kälte Eckert Allgäu, der eine funktionierende Split-Klimaanlage zur Vorführung mitbrachte und sein Praxiswissen teilte. Die zahlreichen Rückfragen zu Effizienz, Kosten und den zum 21. Juli geänderten KfW-Förderkonditionen zeigten das große Interesse am Thema.

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