04.12.2020

Wintersport in Corona Zeiten mit Schutz der Menschen und der Natur ermöglichen

Er halte das Schließen der Bergbahnen und Skilifte aus epidemiologischer Sicht jetzt im Lockdown für nachvollziehbar, erklärte der Allgäuer Abgeordnete Thomas Gehring, „allerdings wäre ein abgestimmtes Verfahren unter allen Staaten in den Alpen besser gewesen“. Jetzt gehe es darum, in den kommenden Wochen den Anliegen des Infektionsschutzes gerecht zu werden und dabei die Interessen der heimischen Unternehmen, das Bedürfnis der Bevölkerung, sich im Freien zu bewegen und den Naturschutz nicht aus dem Auge zu verlieren.

„Wenn wir an schönen Wintertagen nicht einen Overtourismus zum Schaden unserer Landschaft und Natur mit Belastungen für die einheimische Bevölkerung erleben wollen, dann muss jetzt vorgesorgt werden. Dazu braucht es klare Ansagen und Unterstützung seitens der Staatsregierung“, so der Vizepräsident des Landtags. Um den Druck auf die Landschaft zu reduzieren, müsse der Ansturm der Tagestouristen im Winter kanalisiert und gesteuert werden. So könnten etwa Skigebiete für Tourenläufer und Rodler geöffnet werden. Auch Kinderskikurse mit Kinderseilliften sollten aus Sicht des Abgeordneten ermöglicht werden. Dafür müssten aber Fragen zur Auslegung der Coronabestimmungen genauso geklärt werden wie Fragen zum Haftungsrecht. Ebenso müsse geklärt werden, wie eine Besucherlenkung für Schneeschuhläufer, Skitourengeher und Wanderer umgesetzt und durchgesetzt werden könne. Eine Rolle spielten dabei sicherlich Parkplatzregelungen. Nicht zuletzt brauchen auch die Skilift- und Bergbahnbetreiber eine Ansage, mit welchen Konzepten der Betrieb nach dem Lockdown weitergeführt werden kann.

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