10.07.2020

Tierschutz und faire Lebensmittelproduktion müssen Hand in Hand gehen, Kemptener Grüne fordern, die regionale Landwirtschaft zu fördern

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Nach jahrelanger Blockade von CDU/CSU, SPD und Bauernverband hat der Bundesrat mit Unterstützung der Grünen nun beschlossen, dass Schweine innerhalb von 8 Jahren als Übergangszeit fast ausschließlich in der Gruppe gehalten werden müssen. Damit hat der Kastenstand in Deutschland keine Zukunft mehr. „Die nun beschlossene Neuregelung in einem Teilbereich der Sauenhaltung ist eine kleine und bei weitem nicht ausreichende Verbesserung“ so Nadja Braun, Vorstandssprecherin der Grünen in Kempten. „Sie muss ein Startschuss für weitere Verbesserungen in der Tierhaltung sein, die den Schwung einer neuen, tierwohlorientierten Haltung in breiten Teilen unserer Gesellschaft aufgreift und mutige Schritte in Richtung echtes Tierwohl geht.“

Das Allgäu ist eine starke Region für eine nachhaltige, umweltschonende, regionale, ökologische Landwirtschaft, und handwerkliche Herstellungsverfahren. „Das wollen wir auch weiter so unterstützen und voranbringen“, so Nadja Braun. Die Kemptener Grünen wissen: „Es liegt an uns allen, wie viel uns die Landwirtschaft im eigenen Land, der Umweltschutz und ein guter Umgang mit unseren Nutztieren wert sind. Wie in vielen Bereichen der Landwirtschaft muss die Verarbeitung wieder mehr geschätzt und auch das Metzger- und Fleischerhandwerk gefördert werden. Evelyn Lunenberg, ebenfalls Vorstandssprecherin der Kemptener Grünen betont: „Lebensmittel sind keine Ramschware, und es gibt kein Recht auf den Konsum von billigem Fleisch. Aber es gibt den Anspruch an uns alle, Menschen, Tiere und Umwelt nicht auszubeuten.“

Neben den politischen Möglichkeiten, die regionale Wertschöpfung und Wertschätzung von Lebensmitteln zu steigern, müssen wir die Arbeits- und Produktionsverhältnisse so verändern, dass ein fairer Erzeugerpreis und faire Löhne gezahlt werden, und die Arbeitsbedingungen sicher und gesund sind. Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern deshalb unter anderem eine angemessene Tierwohlabgabe auf tierische Produkte, die über einen Fonds Landwirte beim Umbau von Ställen und der Vermarktung ihrer Produkte fördert. Dann haben die Verbraucherinnen und Verbraucher es in der Hand, gute Tierhaltung zu belohnen und schlechte Tierhaltung aus dem Markt zu drängen.

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