BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Kempten

Heizpilze sind keine Alternative – Grüne: Gastronomie braucht eine echte Förderung, um winterfest zu werden

23.10.20 –

„Nur weil jetzt die Coronapandemie allgegenwärtig in den Diskussionen und den politischen Debatten ist, bleibt der Klimawandel weiter existent. Davor können und wollen wir nicht die Augen verschließen“, machen die Kemptener Grünen deutlich. Heizpilze seien gewaltige Umweltverschmutzer und dürfen nicht zugelassen werden, auch nicht übergangsweise. Gasbetriebene Heizpilze stoßen aufs Jahr hochgerechnet rund vier Tonnen CO2 aus, das entspricht den Emissionen eines Kleinwagens.
Die Kemptener Grünen sind entsetzt über die Aussage von Thomas Bareiß (CDU), der sogar die Anschaffung von Heizpilzen durch den Staat finanziell fördern will. Das sei mit dem europäischen Klimagesetz nicht vereinbar. Die Klimabeauftragte des Stadtrates, Gerti Epple, betont: „Das Europaparlament hat vor kurzem ein EU-Ziel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen von 60% bis 2030 beschlossen.
Die Stadt Kempten selbst hat sich zur klimaneutralen Stadt bis 2030 verpflichtet.“ „Wir fordern eine echte Unterstützung der Gastronomie, um diese winterfest zu machen und deren Existenz auch in Zeiten von Corona zu sichern“, so Erna-Kathrein Groll, Grüne Stadträtin. „Dazu gehört auch eine Förderung der Außenmöblierung mit Zelten oder die Ausstattung mit Luftreinigungsgeräten in den Innenräumen.“
Der Fraktionskollege Thomas Hartmann ergänzt, dass auch die Gäste sich auf die Außentemperaturen mit entsprechender Kleidung einstellen könnten. „Außerdem helfen Decken und Kissen ohne die Umwelt unnötig zu belasten.“ Die Kemptener Grünen freuen sich, dass sowohl die Gastronomie als auch die Verwaltung in Kempten sehr zurückhaltend ist, bei der Anschaffung der Heizpilze und stattdessen auf kreative Lösungen setzt.

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